Exponate

Hier finden Sie Informationen zu ausgewählten Exponaten, die Sie im Museum entdecken können. Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte auch unserem Informationsmaterial im Museum. Gerne bieten wir Ihnen auf Anfrage auch Führungen an und freuen uns, die Samurai Kunst im Dialog mit Ihnen zu vermitteln.

 

 

Rot und weiß zweireihig geschnürte Rüstung aus der mittleren Edo-Zeit (frühes 18. Jh.) mit Helm im Vorbild einer chinesischen Hofkappe. Bei der Rüstung handelt es sich um ein Erbstück der Hachisuka-Familie, den daimyō des Tokushima-Lehens der Provinz Awa, einst getragen von deren sechsten Generation Hachisuka Munekazu (蜂須賀宗員, 1709-1735). Die Rüstung wurde im Oktober 1933 als Teil der Veräußerungen der Familie des Markgrafen Hachisuka in Tōkyō versteigert. Vor der Versteigerung war die Rüstung 1915 in der Ausstellung Edo Kinen Hakurankai (江戸記念博覧会) ausgestellt.

 

Hotoke nimai-dō gusoku mit Bärenfellbespannung aus der Momoyama-Zeit (1573-1615). Nihon Katchū Bugu Rekishi Kenkyū Kai Gutachten von 2016. Die Eisenplatten des , der sode, des kusazuri, der haidate sowie Helm, shikoro und Maske sind mit Bärenfell bespannt. Sichtbare kanagumawari sowie suso no ita der ko-gusoku mit Goldlack-Akzentuierung. Weiße kebishi-Schnürung. Rundes maedate mit Durchbrechung des Sanskrit-Zeichens für die Gottheit Fudō-Myōō.

 

Rüstung aus der mittleren Edo-Zeit (1680-1780) mit eisernem gomai-dō im sabiji-Finish und Golddekor entlang des Mittelgrates. Der eiserne toppai-kabuto weist Saiga-Stilelemente auf, trägt ein maedate in der Form eines khakkhara, eines buddhistischen Priesterstockes. Der shikoro ist vergoldet. Der tare der eisernen ressei-men, die sode und die kusazuri sind en suite interpretiert und hellrot gewickelt. Nihon Katchū Bugu Rekishi Kenkyū Kai Gutachten von 2017.

 

Rüstung aus der Momoyama-Zeit (1573-1615) mit eisernem Naban-dō im sabiji-Finish und mit frontalem Lackdekor einer hängenden Glyzinie. Der Helm weist ebenfalls ein sabiji-Finish auf und ist auf jeder Seite mit einer Teufelsmaske dekoriert. Die menoshita-bō ist rot lackiert und mit einem dreireihigen, ebenfalls rot lackierten tare ausgestattet. Die Unterkanten der vierreihigen kusazuri weisen eine Bärenfell-Applikation auf. Nihon Katchū Bugu Rekishi Kenkyū Kai Gutachten von 2017.

 

Mogami-dōmaru gusoku aus der Edo-Zeit mit eisernem, schwarz lackierten, und in weißem sugake­ geschnürten Kürass. Der ist signiert “Myhōchin Munehisa” (明珍宗久). Der Helm ist signiert “Ki no Myōchin Munesada saku” (紀明珍宗貞作), trägt ein silbernes maedate, und ist mit rot gefärbtem Yak-Haar ausgestattet. Die ressei-men besitzt einen dreireihigen, mit Leder bespannten tare. Die sode und kusazuri sind in derselben Weise ausgeführt wie der . Nihon Katchū Bugu Rekishi Kenkyū Kai Gutachten von 2017.

 

Eiserner hoshi-kabuto im sabiji-Finish mit drei zentralen shinodare-Elementen und einem lederbespannten mabisashi. Die Platten des dreireihigen shikoro sind mit schwarz lackiertem shibogawa überzogen und in dunkelblauem sugake geschnürt. An der obersten Reihe des shikoro sind zweireihige fukigaeshi aus Lamellenreihen angebracht, die hellblau geschnürt sind und mit hishinui abschließen. Als wakidate finden sich vergoldete Eichenblätter aus Holz.

 

Eiserner kastanienbraun lackierter kawari-kabuto in der Form einer Zikade, mit den Flügeln des Insekts aus mit Draht gestärktem, netzartigem Gewebe. Die fukigaeshi zeigen ein inome-Wappen und der sechsreihige, rot lackierte shikoro ist in gelber wie bunter sugake-odoshi geschnürt und schließt mit einem roten hishinui ab.

Eiserne hoshi-kabuto-Kalotte aus 32 Platten aus der Kamakura-Zeit (1185-1333) mit Goldkupfer-Akzentuierung der Front- und Rückpartie. Nihon Katchū Bugu Rekishi Kenkyū Kai Gutachten von 2016.

 

Komplett mit Fell bespannter Helm aus der Momoyama-Zeit (1573-1615) mit einem zentralen inome-maedate und lackierten hölzernen Hirschgeweih-wakidate. Der vierreihige shikoro ist weiß geschnürt. Nihon Katchū Bugu Rekishi Kenkyū Kai Gutachten von 2017.

 

Eiserner 34-Platten suji-kabuto im sabiji-Lackfinish und mit sō-fukurin-Applikation. Späte Muromachi-Zeit (16. Jh.). Dreireihiger kasa-jikoro in violetter und hellbrauner Schnürung. Die lederbespannten fukigaeshi zeigen ein Chrysanthemenwappen und zentral findet sich ein prominentes vergoldetes kuwagata mit zentralem suken als maedate.

 

Eiserne menpō im yasurime-Finish. Signiert: “Kashū-jū Juryō Mitsushige” (加州住寿量光茂). Mittlere Edo-Zeit (1680-1780). Seitlich findet sich eine suemon-Applikation in der Form eines Pflaumenzweiges. Innenseite rot lackiert. Abnehmbarer Nasenteil mit Bart. Zwei der drei tare-Reihen sind schwarz lackiert. Die unterste Platte ist mit Leder bespannt und die Schnürung ist im hellgrünen sugake-odoshi. Dazu weißes uname und oranges hishinui.

 

Eiserne menpō im sabiji-Finish. Abnehmbare tengu-Nase mit Resten einer Bart-Applikation. Prominent ausgearbeitete Ohren und tief getriebene Falten. Innenseite rot lackiert. Der vierreihige tare ist schwarz lackiert und im blauen sugake-odoshi geschnürt. Dazu buntes uname und hellrotes hishinui.

 

Rot lackierte menpō mit abnehmbarer prominenter Schnabelnase. Der Ohrenteil zeigt das Sechs-Sterne-Wappen im sukashi. Innenseite schwarz lackiert.

Eiserne sōmen im sabiji-Finish aus der Momoyama-Zeit (1573-1615). Der Nasenteil ist fix vernietet und die Maske zeigt stirnmittig ein goldenes bonji. Die zwei Reihen des tare sind mit Leder bespannt, lackiert, und in blauem sugake-odoshi geschnürt. Dazu buntes uname und hellbraunes hishinui. Nihon Katchū Bugu Rekishi Kenkyū Kai Gutachten von 2016.

 

Eiserne sōmen im tobi-bō-Stil und im sabiji-Finish. Edo-Zeit (1600-1868). Ausgeprägte Augenbrauen und Treibarbeit eines Pfeilkrauts (omodaka) an den Seiten. Dazu ein vierreihiger tare in blauer kebiki-odoshi-Schnürung. Nihon Katchū Bugu Rekishi Kenkyū Kai Gutachten von 2016.

 

Handachi-koshirae der späten Edo-Zeit mit strukturierter Schwarz- und Rotlack-saya und eingelegtem Metallelement einer Päonie. Griffwicklung in hellblauer tsumami-maki. Die menuki stellen minogame, alte Schildkröten mit Algenbewuchs am Panzer dar. Die Beschläge sind en suite aus shakudō mit nanako-Grund, haben vergoldete Ränder, und zeigen goldene kiri-Wappen. Der lange kojiri der saya ist identisch ausgeführt, zeigt aber anstatt eines kiri- das kuyō-Wappen nebst Ranken. Die gefasste Klinge ist ein (tokubetsu-hozon) katana signiert “Nobutada” (信忠). Nobutada war ein in der Provinz Kaga ansässiger Schmied der um 1650 arbeitete.

Katana-koshirae aus der späten Edo-Zeit mit rotbrauner Lack-saya mit kiri- und Blütendekor. Griffschale aus shakudō mit versilberter Nische und dekoriert mit einem Arrangement von kiri und floralen Elementen im Rund. Griffschale signiert: “Tōgyokusai Kiyotsugu” (東玉斎清次). Kiyotsugu war ein Schüler von Takahashi Yoshitsugu und arbeitete auch als vorbereitender Künstler für Tanaka Kiyotoshi. Er starb im Jahre 1894. Das tsuba ist in mokkō-gata, aus shakudō, hat einen nanako-Grund, und zeigt ein vergoldetes wie verkupfertes Pflanzendekor. Die Beschläge sind en suite in shakudō mit einem nanako-Grund und zeigen ebenfalls vergoldete florale Elemente im Rund. Das fuchi ist signiert “Toshimasa” (壽昌). Die gefasste Klinge ist eine signierte Arbeit der in der Provinz ansässigen Kanekage-Linie (兼景), von der vom frühen 17. bis Anfang des 18. Jh. drei Generationen aktiv waren. Die Signaturweise und Form der Klinge spricht für die um 1660-1680 aktive 2. Generation Kanekage.

Tachi-koshirae in Schwarzlack-saya mit Drachen-Dekor. Griffwicklung in hellbrauner tsumami-maki. Die menuki stellen geschlossene Fächer dar. Die Beschläge sind en suite aus shakudō mit nanako-Grund, vergoldeten Rändern, und zeigen das Genjiguruma- sowie das mitsutsuta-Wappen. Die gefasste Klinge ist ein katana signiert “Naminohira Yukiyasu saku” (波平行安作) und kann in die mittlere Muromachi-Zeit (Ende 15., Anfang 16. Jh.) datiert werden.

 

Tachi-koshirae aus der späten Edo-Zeit mit Schwarzlack-saya mit goldenem makie-Dekor in der Form von Blüten und Ranken. Tsuba wie Beschläge en suite aus shakudō mit nanako-Grund, vergoldeten Rändern, und Verzierungen von goldenen kiri- und Chrysanthemenwappen. Die gefasste Klinge ist ein signiertes (tokubetsu-hozon) tachi von Bizen Osafune Masamitsu (備前長船政光) welches mit dem ersten Jahr Meitoku (1390) datiert ist.

Hosodachi-koshirae mit goldener makie-saya mit in Perlmutt verzierten Phönixen. Beschläge en suite mit kiri- und Chrysanthemenwappen. Lack-saya Arbeit des damals besten makie-Meisters Akatsuka Jitoku (赤塚自得, 1871-1936), seines Zeichens 7. Generation der traditionellen makie-Künstlerlinie Akatsuka Heizaemon (赤塚平左衛門). Die gefasste Klinge ist ein tachivon Gassan Sadakazu (月山貞一, 1836-1918), welches 1915 zum feierlichen Anlass der Krönung des Taishō-tennō (Yoshihito, 1879-1926) angefertigt wurde. Dieses Schwert machte die kaiserliche Familie dem deutschen Kaiser Wilhelm II. zum Geschenk.

Jūyō katana von Koyama Munetsugu, signiert “Bizen no Suke Fujiwara Munetsugu” (備前介藤原宗次) und datiert “Ansei shichinen nigatsu hi” (安政七年二月日, “an einem Tag im zweiten Monat Ansei sieben [1860]”). Nagasa 70,1 cm, sori 1,8 cm, shinogi-zukuri, iori-mune, äußerst dicht verschmiedete, zu muji tendierende ko-itame mit feinem ji-nie, gunome-midare hamon mit feinen ashi und sunagashi. Koyama Munetsugu (1803-1872) war neben Kiyomaro (清麿) einer der herausragendsten shinshintō-Schmiede. Diese Klinge besitzt zwei shirasaya die mit sayagaki von Tanobe Michihiro (2009) respektive Satō Kanzan (1975) versehen sind. Neben dem jūyō-Status wurde die Klinge im Dezember 1956 als Kulturgut der Präfektur Mie eingestuft.

 

Wakizashi-koshirae der späten Edo-Zeit mit gerippter Gold-nashiji-saya mit goldenem makie-Dekor von Vögeln und einem schwarzen, ebenfalls gerippten Ansatz. Griffwicklung in hellbrauner tsumami-maki. Tsuba sowie Beschläge en suite aus shibuichi mit teilvergoldetem Dekor von Vögeln in Hirseähren. Tsuba und fuchi signiert “Kōkidō Chikamitsu” (好亀堂親光). Zusätzlich findet sich auf dem fuchi die Angabe, dass die Beschläge eine Auftragsarbeit für einen gewissen Okano Shigemichi (岡野重道) waren.

 

Chiisagatana-koshirae mit strukturierter Goldlack-saya und ungewickeltem same-tsuka mit teilvergoldeten menuki in der Form von Päonien. Das tsuba zeigt ein Wellen-Dekor. Fuchi und kashira sind Arbeiten der Mino-Schule und zeigen herbstliche Gräser und Insekten. Die Beschläge der Scheide, sprich koiguchi, kurigata, ura-gawara, origane und kojiri folgen der Struktur der saya. Die gefasste Klinge ist signiert “Bishū Osafune Sukesada” (備州長船祐定).

 

Maedate in der Form eines shikami mit prominenten vergoldeten Hörnern.

 

Hölzernes maedate in der Form eines Drachens.

Tessen (Metallfächer eines Kriegers) mit ginzōgan-Einlagen eines Drachens. Signiert: “Rakuju” (楽寿) (1817-1884). Bespannung mit rotem hinomaru (aufgehende Sonne) und zwei haiku-Gedichten. Nihon Katchū Bugu Rekishi Kenkyū Kai Gutachten von 2017.

 

Maedate in der Form einer hōragai (Muschelhorn) die von samurai zur Signalgebung auf dem Schlachtfeld verwendet wurde. Die hōragai wird auch mit den yamabushi, den asketischen Bergmönchen assoziiert.

 

Maedate in der Form einer shikami-Nohmaske mit ausgestreckter Zunge, Bart und seitlicher Behaarung.

 

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